Die größten Börsencrashs aller Zeiten

03/17/2020

Und ob und was wir daraus lernen können für die aktuelle Corona Krise

Der Corona Virus erfasst uns alle und täglich, nein Minutenweise werden wir mit Informationen darüber bombardiert. Jeder kann die aktuelle Zahl live mitverfolgen, wie viele infiziert, geheilt und gestorben sind. Dass hier fast jeder in Panik gerät kann man verstehen. Die Hiobsbotschaften nehmen kein Ende.

Die grössten Crashs aller Zeiten und der Corona Crash
Die grössten Crashs aller Zeiten und der Corona Crash

Das sehen wir auch an der Börse. Eine nie dagewesene Situation löst den zweitgrößten Crash der 30-jährigen Börsengeschichte aus! Bis jetzt! Denn die Talfahrt geht aktuell immer noch weiter. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Doch es gab schon früher richtige "böse" Börsencrashs. Welche das waren und ob und was wir daraus für die aktuelle Krise lernen können, schauen wir uns hier an.

Was ist eine Krise?

Hier zitiere ich gerne aus Wikipedia:

"Die Krise bezeichnet im Allgemeinen einen Höhepunkt oder Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung in einem natürlichen oder sozialen System, dem eine massive und problematische Funktionsstörung über einen gewissen Zeitraum vorausging und die eher kürzer als länger andauert.

Die mit dem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation bietet in der Regel sowohl die Chance zur Lösung der Konflikte als auch die Möglichkeit zu deren Verschärfung.Dass es sich hierbei um einen Wendepunkt handelt, kann jedoch oft erst konstatiert werden, nachdem die Krise abgewendet oder beendet wurde. Nimmt die Entwicklung einen dauerhaft negativen Verlauf, so spricht man von einer Katastrophe (wörtlich in etwa "Niedergang")."

Als Zusammenfassung kann man sagen:

>>Eine Krise findet nur über einen gewissen begrenzten Zeitraum statt. Bei länger anhaltenden Krisen spricht man von einer Katastrophe.<<

Welche Krisen gab es bereits?

Es gab insgesamt 7 große Finanz-Krisen, wobei wir uns gerade in der 8. großen Krise befinden. Natürlich ist der Begriff "Krise" nicht genau definiert und es können sicherlich noch andere Zusammenbrüche aufgeführt werden (wie die Hamburgkrise 1799 zum Beispiel). Die größten sieben Finanzkrisen sind:

  • Die Tulpenkrise im Jahr 1637

  • Die erste Weltwirtschaftskrise im Jahr 1857

  • Die zweite Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929

  • Die Ölkrise im Jahr 1973

  • Die Asienkrise im Jahr 1997

  • Die Dotcom Blase im Jahr 2000

  • Die große Rezession im Jahr 2008

  • Aktueller Crash: Die Corona Krise im Jahr 2020

Die Tulpenkrise im Jahr 1637

Die Tulpenkrise im Jahr 1637 begann damit, da es modern war seltene Gegenstände und Objekte zu sammeln. Muscheln, Hörner und Straußeneier waren wohl einer der beliebtesten Objekte. Aber auch Tulpenzwiebeln gehörten dazu. 1590 sind Tulpen aus der Türkei eingeführt worden und fanden zuerst bei Botanikern, dann aber auch bei Spekulanten Beliebtheit. Die Nachfrage stieg so stark, dass das Angebot nicht mehr nachkam und demnach stiegen auch die Preise rasant an. Es entwickelte sich eine Art "Future-Kontrakt", also ein Geschäft auf die Zukunft. Man war bereit für Zwiebeln im Voraus zu bezahlen, mit der bloßen Aussicht darauf, diese in der Zukunft zu bekommen. Viele liehen sich Geld, um überhaupt mitmachen zu können. Die Preise stiegen so stark, dass für eine seltene Art ein Jahreseinkommen einer Familie bezahlt werden musste (für eine Zwiebel). Im Februar 1637 konnten die ersten Händler ihre vorhandenen Zwiebeln nicht mehr verkaufen und mussten sie vergünstigt abgeben. Wer teure Zukunftsverträge hatte, machte zum ersten Mal Verluste. Dies sprach sich schnell rum und jeder wollte nacheinander aus der Investition in Tulpenzwiebeln aussteigen. Die Tulpen-Spekulationsblase platzte. Die Tulpenkrise war geboren.


Zusammenfassung zur Tulpenkrise:

Art der Krise: Spekulationskrise

Auslöser der Krise: Große Erwartungen, steigende Preise, Spekulation unter anderem mit Krediten

Wie hätte man sich als Anleger schützen können?

Das Problem war, dass man zu große Erwartungen hatte, gierig geworden ist, mit Krediten zu hohes Risiko eingegangen ist und alles auf eine Karte - den Tulpenzwiebeln - gesetzt hat. Hätte man sein Geld diversifiziert angelegt und nur einen Teil in Tulpen ohne Kredite investiert, dann wäre der Verlust geringer ausgefallen.


Die erste Weltwirtschaftskrise im Jahr 1857

Im Jahr 1857 fand die erste Weltwirtschaftskrise statt. Ein einziger Mann hatte sie ausgelöst. Zu dieser Zeit kamen immer mehr Pioniere aus Europa nach Amerika und investierten in Land, Weizen, Industrie und in den Eisenbahnbau. Der Angestellte in der "Bank Ohio Life Insurance and Trust Company" investierte so viel in die genannten Boom-Bereiche und lieh sich auch Geld dafür. Jeder wollte so viel wie möglich von diesem Trend abhaben. Mit einem Kapital von nur 2 Millionen Dollar hatte die Bank in mehr als 5 Millionen Dollar nicht ausreichend genug besicherte Eisenbahnkredite investiert. Doch als ab 1856 immer weniger Pioniere in den amerikanischen Westen zogen, gab es auch immer weniger Leute, die transportiert werden mussten. Was dann passierte ist jedem in Nachhinein klar. Die Aktienkurse der Eisenbahngesellschaften stürzten ab. Fast alle Banken wollten beim Aufschwung dabei sein und so traf es auch die meisten Banken. Die Ohio Life erklärte ihren Bankrott und bezahlte ihre Kredite nicht mehr zurück. Als dies geschah riefen auch die anderen Banken ihre Kredite zurück und die Abwärtsspirale begann ihren Lauf. Die Banken in Europa waren auch zu dieser Zeit untereinander schon sehr vernetzt und brachte auch europäische Banken in Bedrängnis.

Danach versuchte man den Weizen nach Europa zu verkaufen, da durch den Krimkrieg Europa von Russlands Weizen abgeschnitten wurde. Der Absatz war riesig. Doch der Frieden im Frühjahr 1856 ließ den Weizen Russlands wieder nach Europa fließen und in Amerika startete die Weizenkrise. Mehr als 5000 Unternehmen konnten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.

Hamburg war damals eines der wichtigsten Handelszentren. Die Lager waren mit kolonialen Luxusgütern gefüllt. Nach der Bankenkrise in Amerika kam in Hamburg die Absatzkrise hinzu. Geld wurde immer weniger verdient und es kam zu einer Finanzkrise. Von dort aus übertrag sich die Krise über Berlin nach Skandinavien.
Diese erste Weltwirtschaftskrise war heftig für die damalige Zeit. Doch bereits drei Jahre später stiegen die Wachstumsraten durch die Industrialisierung wieder ordentlich und die Wirtschaftskrise war überwunden.


Zusammenfassung zur ersten Weltwirtschaftskrise:

Art der Krise: Spekulations-, Banken- und Absatzkrise

Auslöser der Krise: Große Erwartungen, steigende Preise, Spekulation unter anderem mit Krediten

Wie hätte man sich als Anleger schützen können?

Das Problem war, dass man zu große Erwartungen hatte, gierig geworden ist und mit Krediten ein zu hohes Risiko eingegangen ist. Da die erwähnten wenigen Bereiche die größten Renditen versprochen haben, wurde alles auf diese paar Karten gesetzt. Hätte man sein Geld mehr diversifiziert angelegt und nur einen Teil in Weizen und Eisenbahnbau ohne Kredite investiert, dann wäre der Verlust geringer ausgefallen.


Die zweite Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 - Die große Depression

Im Jahr 1929 geschah das, was allgemein als "Freitag, der Dreizehnte", "der schwarze Freitag" in die Geschichte eingehen würde.
Es begann alles nach dem 1. Weltkrieg und mit dem im Versailler Vertrag festgeschriebenen Reparationszahlungen der Weimarer Republik an Frankreich und England an. Hier wurden erhebliche Summen gefordert. Da Amerika auch Kredite an die Siegermächte vergeben hatte und sich diese sichern wollte, dass diese auch zurück gezahlt werden konnten, unterstützte die USA im sogenannten Dawes-Plan Deutschland mit Krediten. Die deutsche Wirtschaft erholte sich zwar, war aber zunehmend von den amerikanischen Banken abhängig.
In den 1920er Jahren stiegen in den sogenannten "goldenen Jahre" die amerikanischen Aktien stark an. In dieser Euphorie stiegen auch immer mehr Anleger auf den Aktienzug auf, um auch an den Gewinnen teilnehmen zu können. Viele nahmen dafür auch Kredite auf. Eine Spekulationsblase entstand. Als die Kurse nicht mehr so stark anstiegen wie früher, verkauften einige ihre Aktien und nahmen die Gewinne nimmt. Dies verursachte Panik bei den anderen Anlegern und jeder versuchte seine Aktien loszuwerden. Innerhalb einer Woche verlor der Dow-Jones Index 50% seines Wertes. Die FED pumpte kein zusätzliches Geld in den Kapitalmarkt. Dieses passive Verhalten gilt heute als einer der Auslöser der großen Depression in den USA. Daraufhin stieg die Arbeitslosenquote auf über 25%.


Zusammenfassung zur zweiten Weltwirtschaftskrise:

Art der Krise: Spekulationskrise

Auslöser der Krise: Große Erwartungen, steigende Aktienpreise, Spekulation unter anderem mit Krediten

Wie hätte man sich als Anleger schützen können?

Banken und Privatanleger sind zu gierig geworden und sind unter anderem mit Krediten ein zu hohes Risiko eingegangen ist. Aktien haben die größten Renditen versprochen. Hätte man sein Geld mehr diversifiziert angelegt und nur einen Teil in Aktien investiert, dann wäre der Verlust geringer ausgefallen.


Die Ölkrise in Jahr 1973

Die "Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Staaten" (OAPEC) drosselte im Zuge des Jom-Kippur-Krieges im Oktober 1973 um 5% die Erdölfördermengen, um Druck auf die westlichen Länder auszuüben, da diese Israel unterstützt hatten. An nur einem Tag stieg der Ölpreis um 70% und im Laufe des Jahres um über 300% an (von 3 Dollar pro Barrel auf 12 Dollar pro Barrel). Dieses hatte erhebliche Auswirkungen auf die westlichen Länder. Die Ölkrise war entstanden.
Autofahrverbote und "Energieferien" wurden verhängt. Arbeitslosigkeit und Insolvenzen von Unternehmen stiegen rasant an. Jahrelang unterhielt die Bundesregierung Kampagnen zum Energiesparen. Energiesparen blieb auch danach noch in den Köpfen der Bevölkerung.


Zusammenfassung zur Ölkrise:

Art der Krise: Ölkrise

Auslöser der Krise: Politisch bedingt. Abhängigkeit.

Wie hätte man sich als Anleger schützen können?

Das Problem war, dass die westlichen Länder stark vom Erdöl weniger Länder abhängig waren. Hätte man damals schon entschieden Erdöl von mehreren Ländern zu kaufen und alternative Energien zu verwenden, wäre dieser Schock nicht so stark ausgefallen.
Für uns Anleger heißt das: Diversifikation, Diversifikation und Diversifikation. Nach dem Motto: Warum nur einen einzigen Einkommensstrom haben!?


Die Asienkrise im Jahr 1997

Im Jahr 1997 und 1998 gab es eine Finanz-, Währungs-, und Wirtschaftskrise im ostasiatischen Raum. China blieb davon aber größtenteils unberührt.

In den 1990er Jahren startete die Liberalisierung der Finanzsektoren asiatischer Staaten. Dadurch entstand ein Kreditboom. Im Grunde jeder legte sich Kredite zu, um in Aktien und Immobilien zu investieren. Da die Werte der Sicherungsobjekte - meistens Immobilien - im Wert stiegen, stiegen dadurch wiederum die Anzahl der Vergabe an Krediten, da der Wert der vermeintlich gut gesicherten Objekte immer weiter wuchs. Doch dieses Kreditgeld wurde wieder in Aktien und Immobilien investiert, was die Preise wiederum steigen ließ. Eine Preisspirale nach oben.
Da die Banken zusätzlich von der günstigen Zinssituation profitieren wollten, erfolgte die Verschuldung oft in US-Dollar. Dieses Vorgehen war unter anderem auf Grund der Kopplung der heimischen Währungen zum Dollar zwischen 1985 und 1995 sehr erfolgreich. Als die Währungen schließlich zu fallen begannen, wurden die Auslandsverschuldungen immer mehr zum Problem und die Kredite konnten nicht mehr zurück bezahlt werde.

In den asiatischen Ländern verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum in den darauf folgenden Jahren und die Asienkrise begann. Die Befürchtung, dass das globale Wirtschaftswachstum zurückging, blieb aus, da die westlichen Länder nur einen geringen Prozentsatz des Exportes in die asiatischen Markt ging.


Zusammenfassung zur Asienkrise:

Art der Krise: Finanz-, Währungs-, und Wirtschaftskrise

Auslöser der Krise: Große Erwartungen, steigende Aktien- und Immobilienpreise, Spekulation unter anderem mit ausländischen Krediten (Währungsrisiko).

Wie hätte man sich als Anleger schützen können?

Banken und Privatanleger sind zu gierig geworden und sind unter anderem mit Krediten ein zu hohes Risiko eingegangen ist. Vor allem, dass die Kredite ohne anderweitige Absicherung in Fremdwährung stattgefunden haben, trug zur Rezession bei. Aktien und Immobilien haben die größten Renditen versprochen. Hätte man sein Geld mehr diversifiziert angelegt und nur einen Teil in Aktien und Immobilien investiert, dann wäre das Risiko deutlich reduziert worden.


Die Dotcom Blase im Jahr 2000

Ab 1995 wurden technologische Unternehmen als Investitionsobjekte sehr beliebt und es wurden sehr hohe Gewinne erwartet. Diese zeichnete sich durch viele Unternehmensgründungen "Startups" aus und natürlich auch im Anstieg der Aktienkurse dieser Technologieunternehmen. Durch den werbe-aufwändigen Börsengang der Deutschen Telekom wurde über diese "Volksaktie" Investitionen in Aktien in der Bevölkerung beliebt und viele wollten an den Gewinnen teilhaben. Fast bei jedem Börsengang konnten zweistellige Gewinne mitgenommen werden.
Als im Jahr 2000 vermehrt technologische Firmen Insolvenz anmeldeten und andere Firmen die Gewinnerwartungen nicht erfüllen konnten, fing der Verkauf der Aktien an und Verluste entstanden. Vor allem unerfahrene Neueinsteiger in Aktien gerieten in Panik und wollten zu jedem Preis ihre Aktien loswerden und die Spekulationsblase platzte. Der NASDAQ Composite Index sank im März 2000 von 5.132 Punkten bis zum Oktober 2002 um ca. 80% auf nur noch ca. 1.110 Punkte.


Zusammenfassung zur Asienkrise:

Art der Krise: Spekulationskrise

Auslöser der Krise: Große Erwartungen, steigende Aktienpreise;

Wie hätte man sich als Anleger schützen können?

Banken und Privatanleger sind zu gierig geworden und schauten nicht mehr auf den inneren Wert der Firmen. Der Wert technologischer Firmen liegt meist im Wissen der Mitarbeit und nicht in Immobilen und Wertgegenständen. Dadurch wurde der Wert der Firmen überschätzt, was sich schließlich im Platzen der Dotcom-Blase wiedergab.


Die große Rezession im Jahr 2008

Als die große Rezession bezeichnet man die im Jahre 2008 stattfindende nahezu weltweite Rezession. Eine Rezession ist ein wirtschaftlicher Abschwung, wenn sich in mindestens zwei aufeinander folgenden Quartalen, sprich innerhalb von sechs Monaten, das Wirtschaftswachstum negativ entwickelt.
Die große Rezession begann mit dem Platzen der Immobilienblase in vielen Ländern, insbesondere in den USA. Unter anderem aufgrund der Niedrigzinspolitik der FED gaben Banken das Geld durch Kredite an immer mehr Personen und Familien weiter, bei denen oft klar war, dass sie das Geld nie zurück bezahlen könnten. Die Preise stiegen immer weiter, immer mehr wollten bei diesem Boom dabei sein und am Ende platzte die Immobilienpreise und die Immobilienpreise fielen in den Keller.

Das Platzen der Immobilienblase hatte zur Folge, dass diese Immobilienkrise in eine Finanz- und Bankenkrise mündete. Die amerikanische Finanzkrise fand ihren Höhepunkt in der Bankenpleite von Lehman Brothers im September 2008 und weitete sich in eine globale Finanzkrise aus. Niemand hätte gedachte, dass eine so große Bank wie Lehman Brothers Pleite gehen könnte. In folge dessen begannen immer mehr Banken zu kriseln an. Einige Banken wurden aufgrund der Angst eines kompletten Systemzusammenbruchs verstaatlicht und einige wurden später auch geschlossen. Dadurch stiegen die ohnehin schon hohen Staatsschulden noch weiter an.

Unter anderem durch diese Krisen entstanden Staatskrisen und die Eurokrise. Die sogenannten PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien), vor allem Griechenland, standen vor dem Staatsbankrott. Nur durch Schuldenumschichtung, Wegfall von Schulden und harten Sparmaßnahmen gelang es einen Staatsbankrott zu vermeiden. Hätte ein Staatsbankrott innerhalb einer der Euro-Staaten statt gefunden, hätte das die kompletten anderen Euro-Staaten in eine weitere Krise hinein ziehen können. Die Angst der Leute war unbeschreiblich.
2008 verlor der DAX 40% seines Wertes.


Der aktuelle Crash: Die Corona Krise im Jahr 2020 - Ein nie dagewesener Fall

Ende Dezember 2019 wurde das COVID-19-Virus, auch Corona-Virus genannt, in der chinesischen Provinz Hubei auffällig und entwickelte sich im Januar 2020 zu einer Epidemie. Die Millionenstadt Wuhei wurde am stärksten getroffen. Nach einem kurzen Rücksetzer des DAXs von ca. 13.500 Punkten auf 13.000 Punkten (ca. 3,7%) setzte der Dax bis Mitte Februar neue Höchststände. Das Virus war in China, weit weg von uns und anscheinend für die Weltwirtschaft nicht so bedeutend. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und aufzuhalten, unternahm China extreme Maßnahmen. Ausgangssperren und Kontrollen waren an der Tagesordnung. Das öffentliche Leben kam zum Erliegen. Es schien unscheinbar. Es kam einem wie in einem Film vor.

Was dann passierte gleichte einem Armageddon der Börse und einem Schockzustand für Menschen auf fast der ganzen Welt. Das Virus verbreitete sich nach Europa aus. Ein Land nach dem anderen begann den Shutdown. Shutdown heißt so viel wie "stilllegen", "abschalten" oder "herunterfahren". Wie bei einem Computer können Banken, die Wirtschaft oder das soziale Leben herunter gefahren werden. Dies hat zum Ziel die Ausbreitung des Virus zu unterbinden. Nach dem Shutdown der Länder Saudi-Arabien und Iran kam die Welle auf Italien zu. Während diese Zeilen geschrieben werden, wird ein Shutdown auch bei den restlichen europäischen Ländern in Erwägung gezogen. Trotz des Schengen-Abkommens werden Grenzen gesperrt, Kontrollen durchgeführt, Diskotheken, Bars, Restaurant, Einkaufszentren und so weiter werden geschlossen. Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Und ohne Menschen gibt es keinen Umsatz und keine Wirtschaft. Und genau das hat die Börse eingepreist. Einer der grössten Börsencrashs der Geschichte!

Seit Februar 2020 hat der DAX bereits mehr als 35% seines Wertes verloren. Am 9. März 2020 stürzte der DAX um ca. 10% ab und kurz darauf am 12. März 2020 um weitere 12%. Der zweitgrößte Börsenverlust innerhalb eines Tages - jemals.


Was kann jetzt in Zeiten des Corona Virus getan werden?

Das Corona Virus ist ein bisher nie dagewesener Fall. Ein Virus bringt das komplette soziale Leben und damit die Wirtschaft (fast) zum Erliegen. TUI beispielsweise hat den Reisebetrieb weitgehend eingestellt. Bei Flug- und Reisegesellschaften kommt das Geschäft praktisch zum Erliegen. Restaurant, Kino- und Theatergesellschaften mussten durch den shutdown auch schließen. Obwohl die eigentlichen Geschäftsstrategien immer noch die gleichen erfolgreichen Strategien sind, bricht der Umsatz ein. Alles ist ungewiss und deshalb bricht Panik aus.
Um aus diesem beinahe "Weltuntergangsszenario" zu entkommen helfen nur positive Nachrichten. Ein Impfstoff gegen Covid-19 muss gefunden werden oder die Neuinfektionszahlen müssen drastisch zurück gehen. Kehrt das normale soziale Leben langsam wieder zurück, dann können wir von einer Erholung ausgehen.
Wenn die Erholung, der Turnaround eingetreten ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass hohe zweistellige Gewinne eingefahren werden können.

Aber Achtung: Niemand weiß wie es weiter geht. Es ist ein noch nie dagewesenes Ereignis. Es kann auch noch schlimmer werden. Wann der Boden des Börsencrashs erreicht wird, kann niemand sagen.


Was lernen wir aus den vergangen Krisen?

Manche Krisen sind politisch bestimmt, andere wiederum sind aus purer Gier zu immer mehr Profit entstanden.

Was ich daraus ziehe ist, dass Diversifikation ein mächtiges Werkzeug ist, um sein Risiko und somit seine Verluste zu reduzieren. Krisen werden auch in der Zukunft wieder kommen, aber vorhersagen wird es niemand können.
Zudem sollte man nie auf einem "Trendzug" unter Aufnahme von Krediten mit aufsteigen. Die Leute, die das gemacht haben, sind Pleite gegangen.
Die meisten Krisen haben sich innerhalb von einigen Monaten wieder erholt, nur manchmal kann es länger dauern. Dennoch trat nach jedem Crash eine Erholung ein. Das heißt für uns, dass auch beim aktuellen Corona-Crash eine Erholung eintreten wird. Wie schnell und wann es passiert kann keiner sagen.

Die Empfehlung ist, wenn man langsam abschätzen kann, dass eine Erholung eintritt, dann kann langsam wieder investiert werden. Aber es sollte niemals das ganze Geld auf einmal investiert werden.
In Zeiten wie diese merkt man das Bargeldreserven, sprich cash, wichtig sind.

Ich wünsche euch und euren Familien viel Gesundheit und nicht panische logisch begründete Entscheidungsfindungen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Corona-Virus gemacht? Habt ihr während dem Fallen des Messers in die Klinge gegriffen?

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