Der Buffett Indikator der Börse

04/16/2021

Was ist der Buffett Indikator und wie du ihn nutzen kannst

Aktien, Immobilien, Renten, P2P, ... Ein richtig gutes breit diversifiziertes Portfolio aufzubauen, das sowohl das Risiko minimiert und gleichzeitig eine hohe Rendite abwirft, ist nicht einfach.

Hier in diesem Artikel will ich dir zeigen, wie Warren Buffett vorgeht. Er ist mit über 86 Milliarden Dollar (86.000.000.000 $) einer der reichsten Menschen der Welt. Er hat sein Geld hauptsächlich durch Investitionen in Aktien verdient.
Wie er das gemacht hat und welche Strategie Warren Buffett verwendet, findest du alles hier heraus.

Der Warren Buffet Indikator: Hilft er deine Rendite zu steigern?
Der Warren Buffet Indikator: Hilft er deine Rendite zu steigern?

Wer ist Warren Buffett?

Warren Buffett ist mit über 86 Milliarden Dollar (86.000.000.000 $) einer der reichsten Menschen der Welt. Er ist CEO von Berkshire Hathaway, von der er seine Aktien-Transaktionen aus steuert.

Warren Buffett, der auch als "das Orakel von Omaha" genannt wird, wurde 1930 in Omaha geboren und ist somit aktuell über 90 Jahre alt. Er stammt aus einer mittelständischen Arbeiterfamilie und hat sein Vermögen komplett selbst erarbeitet.
Bereits mit acht Jahren hat er angeblich Cola-sixpacks für 25 Cent gekauft und die einzelnen Dosen für je 5 Cent wieder verkauft. Danach machte er mit dem Vermieten von Flipperautomaten und mit dem Sammeln und Wiederverkauf von Golfbällen Geld. Zusätzlich
Mit 14 Jahren hatte er somit bereits 5.000 Dollar anhäufen können. Das entspricht heutzutage einem Wert von 75.000 Dollar. Eine beachtliche Leistung!

Bereits mit 11 Jahren hatte er sein erstes Geld in Aktien investiert. Die Aktie von Ciies Service ist von seinem Kaufpreis bei 38 Dollar aber zuerst auf 28 Dollar abgestürzt, um danach wieder auf 40 Dollar zu steigen. An diesem Punkt verkaufte Warren Buffett dann seine Aktien mit Gewinn wieder. Damit machte Warren Buffett sein erstes Geld mit Aktien.

Nach seinem Studium in Ökonomie lernte er vom Investor Benjamin Graham das Wissen über die fundamentale Wertpapieranalyse, was für seinen späteren Erfolg sicherlich ausschlaggebend war.

Mit 26 Jahren besaß er bereits 170.000 Dollar, was heute aufgrund der Inflation einen Gegenwert von sage und schreibe 1,6 Millionen Dollar entsprechen würde. Er wollte Millionär werden, daher machte er weiter.

Im Jahr 2001 beschrieb Warren Buffett das Verhältnis der Börsenkapitalisierung zum BIP als "das beste Einzelmaß zur Bestimmung des Aktienmarktes". Heute ist dieses Verhältnis als der "Buffett Indikator" bekannt und schauen ihn uns heute hier an und ob er uns bei Aktienentscheidungen helfen kann.

Was ist der Buffett Indikator

Der Buffett Indikator (BI), auch Crash-Indikator genannt, stellt die Marktkapitalisierung des US-Aktienmarktes der US-Wirtschaftsleistung gegenüber. Er bezieht sich also nur auf die USA. Da die USA jedoch einen Großteil der Weltwirtschaft ausmacht, können daraus auch Rückschlüsse auf eine Über- oder Unterbewertung des Aktienmarktes gemacht Werte. 

Soweit die Theorie.

Es gibt auch eine globale Variante des Buffett Indikators (BIg). Hierbei teilt man die Börsenbewertungen aller Aktiengesellschaften durch das globale Bruttoinlandsprodukt. Der Buffett Indikator zeigt also an, ob die amerikanischen bzw. die weltweiten Börsen hoch oder niedrig bewertet sind. Hierbei kann man überlegen, ob es bei einer Überbwertung Risiken gibt (Crah, Rücksetzer, etc.) oder ob es bei einer Unterbewertung Chancen gibt.

Was ist der Buffett Indikator NICHT

Der Buffett Indikator zeigt also eine grobe Bewertung sehr vieler Aktien an. Er bewertet allerdings nicht jede einzelne Akie. Das heißt bei einer Überbewertung des Gesamtmarktes, könntest du trotzdem noch unterberwertete Einzelaktien finden.

Historische Entwicklung und Werte des Buffett Indikators


Wie hat sich der Buffett Indikator entwickelt und wo stehen wir aktuell?

Im unteren Graph (Quelle) kanst du eine schöne Übersicht über den Buffett Indikator von 1950 bis Anfang 2021 sehen. Der Buffett Indikator wird in Prozenten dargestellt, wobei 0% eine faire Bewertung des Aktienmarktes gegenüber dem Bruttoinlandsprodukt entspricht. Ein negativer Wert würde einer Unterbewertung und ein positiver Wert einer Überbewertung des Aktienmarktes darstellen.

Im Grunde schwankte der Buffett Indikator seit 1950 zwischen -60% und +60% des Wertes. Auf dem Höhepunkt der Internetblase im Jahre 2000 entsprach der Wert 71%, am Tiefpunkt danach bei ca. -20%. Als 2009 die Finanzkrise in unser Leben preschte, fiel der BI-Wert bis -46% ab. Danach stieg der Indikator stetig weiter. Selbst der Corona-Crash im März 2020 lies den Indikatorwert von ca. +50% auf nur knapp +20% fallen. Im Februar 2021 stand der Buffett Indikator auf seinem Allzeithoch bei 88%.

Der Buffett Indikator seit 1950
Der Buffett Indikator seit 1950

Aktuelle Situation und Diskussion des Buffett Indikators

Der Buffett Indikator befindet sich also aktuell auf dem höchstem Niveau überhaupt und das trotz der sich anhaltenden Corona-Pandemie und dem damit eingehenden Wirtschaftseinbruch. Trotzdem sind der DAX, der Dow Jones und co. auf ihren Rekordhochs. Diese Ungereimtheiten implizieren einem natürlich sofort das Risiko eines Börsencrashs.

Doch ist diese Gefahr berechtigt?

Zum einen führt die Geldschwemme der Notenbanken und der Wille der Regierungen alles dafür zu tun, um die Wirtschaft in Schwung zu halten dazu, dass die Aktien weiter steigen. Zudem geben die verfügbaren Impfstoffe Hoffnung auf ein Ende der Pandemie.
Zum Anderen gibt es auch Zweifel am Buffett Indikator, deren Gründe ich hier kurz stichpunktartig darstellen möchte:

  • Viele in den USA gelisteten Unternehmen machen ihre Umsätze und Gewinne international und nicht nur in den USA. Wer den USA-Buffett Indikator betrachtet, bekommt daher eine verzerrte Darstellung.
  • Es wird nur das Kapital der Unternehmen verwendet und keine anderen finanziellen Vermögenswerte (Kredite, Anleihen,...).
  • Das Verhältnis wird als konstant angenommen. Invesco-Chefökonom John Greenwood und Senior Economist Adam Burton haben allerdings analysiert, dass die Geldmenge und der Gesamtwert der Vermögenswerte schneller wachsen (seit 1950 ca. 7,1%) als das nominale BIP und die Unternehmensgewinne (seit 1950 ca. 6,3%) (Quelle).
    Somit müsste das Verhältnis mit der Zeit langsam ansteigen oder die Werte müssten immer weiter steigen.

Fazit und Zusammenfassung des Buffet Indikators

Der Buffett Indikator beschreibt eine Bewertung des Aktienmarktes über das Verhaeltnis der Marktkapitalisierung des US-Aktienmarktes und der US-Wirtschaftsleistung. Es ist ein grober Indikator, den du nutzen kannst, aber du musst auch berücksichtigen, dass er erstens keine Bewertung der Einzelaktien durchführt und dass es Zweifel an der Genauigkeit des Indikators gibt. Als alleiniges Merkmal für einen Kauf oder Verkauf einer Aktie sollte er meiner Meinung nach nicht verwendet werden.

Ich finde den Buffett Indikator für mich nicht geeignet und nutze lieber meine eigene Dividenden-Strategie, da ich diesen Indikator speziell für Einzelaktien geeigneter finde.

Was denkst du über den Buffet Indikator? Benutzt du ihn?
Gebe hier jetzt einen Kommentar ab. 

Diese Anlageklasse ist während der Corona Krise in meinem Portfolio stabil geblieben:


  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform Bondora. [LELG-Rating: A]

  • Hier geht es direkt zu Bondora. (5€ Startbonus direkt auf dein Konto bei Anmeldung).

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform Estateguru. [LELG-Rating: A]
    Hier geht es direkt zu Estateguru. (0,5% auf die ersten 3 Monate bei Anmeldung). 

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform ReInvest24. [LELG-Rating: B-]
  • Hier geht es direkt zu ReInvest24 (10€ direkt auf dein Konto bei Anmeldung).

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform Bondster. [LELG-Rating: B-]
  • Hier geht es direkt zu Bondster. (1% Bonusgutschrift innerhalb der ersten 90 Tage).

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform Twino. [LELG-Rating: A-]
  • Hier geht es direkt zu Twino (ab einer Investition von 100€ bekommst du 20€ Startbonus).

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform EvoEstate. [LELG-Rating: B-]
  • Hier geht es direkt zu EvoEstate (0,5% auf die ersten 6 Monate bei Anmeldung).

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform Moncera. [LELG-Rating: C]
  • Hier geht es direkt zu Moncera (25€ bei Anmeldung).

  • Hier geht es zum Bericht über die P2P Plattform Robocash. [LELG-Rating: B] (In Bearbeitung).
  • Hier geht es direkt zu Robocash(1% auf den ersten Monat auf deinen investierten Betrag).

Was denkst du über solch eine Investition? Hast du Erfahrungen mit P2P? Gebe hier jetzt einen Kommentar ab. 


Für dich weitere empfohlene nützliche Informationen:

Die europäische Zentralbank (EZB) hat nun einen sogenannten "digitalen Euro" angekündigt. Was das ist, welche Vor- und Nachteile dieser hat und wann der digitale Euro kommen wird, erfährst du alles hier in diesem Artikel.

Impressum

Es ist zu beachten, dass dieser Artikel möglicherweise Affiliate-Links enthält. Dies bedeutet, dass eine Provision verdient wird, wenn du nach der Nutzung des Links investierst - natürlich ohne zusätzliche Kosten für dich. Die Informationen auf dieser Webseite stellen keine Anlageberatung dar. Die Informationen sind meine persönliche Sichtweise und dienen dazu, dir einen einfachen leicht erklärten Überblick zu geben (LELG = Leicht Erklärt Leicht Gewonnen). Du solltest immer selbst eine Due Diligence durchführen und bei Fragen einen unabhängigen Finanzberater aufsuchen, bevor du eine Anlageentscheidung triffst.