Die 5 größten Stromfresser im Haushalt und jeweils mindestens einen extra Spartipp

04/10/2019

Durchlauferhitzer (1000 kWh / 280 €)

Falls Sie keine Zentralheizung besitzen, werden Sie Ihr Warmwasser höchstwahrscheinlich mittels eines Durchlauferhitzers erzeugen. Es gibt zwei Arten von elektronischen Durchlauferhitzern. Den hydraulisch gesteuerten Durchlauferhitzer und den elektronisch geregelten Durchlauferhitzer.
Elektronische Durchlauferhitzer benötigen im Gegensatz zum hydraulischen System keine Beimischung von kaltem Wasser. Dadurch kann bis zu 20% an Energie eingespart werden.
Zusätzlich sind die elektronischen geregelten Geräte effizienter, da sie einen besseren Wirkungsgrad besitzen. Die Temperatur können Sie stufenlos einstellen.
Der hydraulisch gesteuerte Durchlauferhitzer ist stufig einstellbar und ist günstiger in der Anschaffung.
Kurzer Tipp: Wenn warmes Wasser nicht nötig ist, oder wenn Sie nur kurz Wasser benötigen, drehen Sie den Wasserhahn komplett auf die kalte Stellung. Ansonsten fängt der Durchlauferhitzer an das Wasser zu erhitzen, aber bis das warme Wasser bei Ihnen ankommt, sind Sie bereits mit Ihrer Arbeit fertig. Den aufgewendeten Strom dafür dürfen Sie trotzdem bezahlen.

Bei nur 45 Minuten pro Woche und einem durchschnittlichen Strompreis von 28 Cent bezahlen Sie für 1000 kWh im Jahr ca. 280 € im Jahr.


Alte Heizungspumpen (225 kWh / 63 €)

Falls Sie eine Zentralheizung besitzen, besitzen Sie auch eine Heizungspumpe. Die Heizungspumpe, auch Umwälzpumpe genannt, läuft von Herbst bis ins Frühjahr. Für diese Pumpen gibt es kein Energielabel, nur ein freiwilliges Label der Hersteller. Wieviel eine Pumpe verbraucht, steht auf dessen Etikett unter dem Kürzel P1. "P" steht im Englischen für Power und heißt Leistung. Die Leistung ist abhängig vom Typ, der Größe und vor allem vom Alter. In der unteren Tabelle sehen Sie eine Tabelle von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, in der Sie einen guten Überblick über den Verbrauch von Heizungspumpen bekommen [1].

Es gibt drei verschiedene Arten an Pumpen. Die Hocheffizienzpumpe, die geregelte Pumpe und die ungeregelte Pumpe. Letztere sind meistens alte Pumpen.
Besitzen Sie eine ungeregelte Pumpe und würden diese gegen eine geregelte Pumpe austauschen, so würden Sie 49 € mit den oben aufgeführten Annahmen sparen und mit einer Hocheffizienzpumpe sogar über 90 € jedes Jahr sparen.

Hier lohnt sich ein Blick auf das Etikett Ihrer aktuellen Heizungspumpe.


Kühlschrank (225 kWh / 63 €)

In 99,99% aller Haushalte steht ein Kühlschrank, das heißt im Grunde besitzt jede Wohnung einen. Der Kühlschrank muss 24 Stunden am Tag gekühlt werden. Das heißt nicht, dass der Kompressor die ganze Zeit laufen muss, dennoch schlägt sich dies in den Kosten nieder. Bei einem 130 Watt Kühlschrank (A+ Energieeffizienzklasse) macht dies im Jahr 225 kWh aus bzw. bei einem Preis von 28 Cent pro Kilowattstunde 63 € pro Jahr. Bei einem 15 Jahre alten Kühlschrank kommen Sie schnell auf über 115 € pro Jahr!

Versuchen Sie den Kühlschrank in einen möglichst kalten Raum zu stellen. Sinkt die Umgebungstemperatur von 21 Grad auf 20 Grad, ergibt das eine Stromersparnis von ca. 6%.

Auch von der Benutzung hängt viel ab. Wenn Sie beispielsweise 10-mal am Tag den Kühlschrank öffnen, kostet Ihnen das ca. 3 Cent. Würden Sie dies 365 Tage im Jahr machen, so kostet Ihnen das Kühlschrank-Türen-Öffnen zusätzlich ca. 10 € pro Jahr!

Fernsehgeräte (150 kWh / 42 €)

Fast jeder Haushalt besitzt einen Fernseher. Nehmen wir an Ihr 45-Zoll-Fernseher besitzt einen Normalverbrauch von 100 Watt und im Stand-by Betrieb 0,3 Watt. Aktuelle Flachbildschirme verbrauchen aktuell im Stand-by Betrieb 0,1 bis 0,7 Watt. Wir nehmen an, Sie sehen auf den Tag verteilt vier Stunden fern. Das heißt der Fernseher bleibt 20 Stunden im Stand-by Betrieb. Bei einem Strompreis von 28 Cent pro kWh macht dies 42 € im Jahr aus.

Schauen Sie sich die Voreinstellungen beim Fernseher an. Kontrast, Helligkeit, Bildschärfe und Farbe sind vom Hersteller oft zu hoch eingestellt, um im Ausstellungsraum besser zu wirken, verbrauchen aber auch mehr Strom. Stellen Sie diese auf Ihre Bedürfnisse ein. Meistens stellen Sie diese so ein, dass auch der Energieverbrauch sinkt.
Falls bei Ihrem Fernseher eine Schnellstartfunktion vorhanden ist, schalten Sie diese aus. Dieser verbraucht nur unnötig zussätzlichen Strom, nur um den Fernseher einsatzbereit zu halten.


Geschirrspüler (94 kWh / 26 €)

Jeder, der einen Geschirrspüler einmal hatte, möchte ihn nicht mehr missen. Nicht nur, dass er die mühselige Handwascharbeit übernimmt. Laut einer Studie, die von den Herstellern finanziert wurde, können Sie mit einer Spülmaschine gegenüber Hand-spülen 50% Wasser 28% Strom einsparen [2].

Wenn möglich, verwenden Sie die Spartaste, Kurztaste oder ein Ökoprogramm, vor allem bei leicht verschmutztem Geschirr. Wer 50°C anstatt 60°C verwendet spart ca. 25% an Energiekosten.

Bei nur ca. 60 Minuten pro Woche und einem durchschnittlichen Strompreis von 28 Cent bezahlen Sie für 94 kWh im Jahr ca. 26 € im Jahr. 


Welche weiteren Stromfresser haben Sie zu Hause? Lassen Sie uns daran teilhaben.


Weitere sofort anwendbare Spartipps finden Sie hier: Spartipps Daheim



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