Fresenius: Aktienanalyse nach dem Corona Crash

04/14/2020

Mein nächster Kauf?

Der Corona Virus Covid-19 hat uns seit über zwei Monaten fest im Griff und beeinflusst unser Leben wie es noch nie passiert ist. Begriffe wie Quarantäne gehören zum Standartwortschatz eines jedem. Unsere Freiheit wird so eingeschränkt, so dass wir an Ostern unsere Liebsten nicht sehen konnten. Zusätzlich wurden Restaurants, Friseurläden usw. geschlossen, um das Virus so weit wie möglich aufzuhalten.

Dies hat nicht nur auf unser Privatleben Auswirkungen, sondern auch extrem auf die Wirtschaft im Land und wird es auch weiterhin haben. Gefühlt wurde alles gestoppt. Der VW-Absatz stürzte um 25% weltweit ab. Kurzarbeit wurde fast überall eingeführt. Von den zukünftigen Insolvenzen mal abgesehen.

Das sehen wir auch an der Börse. Eine nie dagewesene Situation löste den zweitgrößten Crash der 30-jährigen Börsengeschichte aus!
Doch wie lange zieht sich der Corona-Crash noch weiter? Kommt die große Depression auf der Welt?

Welche Aktien ich aktuell beobachte und ob, warum und wann ich sie kaufen werde.

Bemerkung: Auf die Fresenius Aktie bin ich Dank dem Dividendenalarm von Alex Fischer vor ca. zwei Jahren aufmerksam geworden. Danke hierbei an seine für mich immer sehr hilfreiche Unterstützung und Anregungen.

Die Fresenius Aktie

Fresenius: Betrachtung der Aktie nach dem Corona Crash
Fresenius: Betrachtung der Aktie nach dem Corona Crash

Wer ist Fresenius?

Die Fresenius SE ist ein international tätiger Gesundheitskonzern, der Produkte und Dienstleistungen für Krankenhäuser, die ambulante medizinische Versorgung von Patienten und die Dialyse anbietet. Weitere Arbeitsfelder sind das Krankenhausträgergeschäft sowie Engineering- und Dienstleistungen für verschiedene Gesundheitseinrichtungen. Zum Fresenius-Konzern gehören vier Unternehmen, die weltweit eigenverantwortlich wirtschaften und handeln: Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed. Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Patienten mit chronischem Nierenversagen. Fresenius Kabi ist Marktführer in der Infusionstherapie und in der klinischen Ernährung in Europa. Die Helios Kliniken Gruppe ist eines der größten und medizinisch führenden Klinikunternehmen Europas und auf den Betrieb und das operative Management von Krankenhäusern spezialisiert. Vamed ist weltweit im Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen tätig. Dazu zählen Krankenhäuser, Gesundheitszentren sowie Thermen- und Wellnesscenter. Darüber hinaus werden über die Fresenius NetCare Dienstleistungen im Bereich Informationstechnologie angeboten. (Quelle: Finanzen.net).


Die Finanzen von Fresenius

2019 erzielte Fresenius einen Umsatz von 35,5 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss lag bei ca. 4,6 Milliarden Euro. Das Eigenkapital liegt bei ca. 26 Milliarden Euro, was einer Eigenkapitalquote von 44% entspricht. Seine Schulden belaufen sich auf ca. 20 Milliarden Euro.
Seit 26 Jahren erhöht Fresenius kontinuierlich jährlich seine Dividende und gehört nun zum edlen Kreis der Dividenden-Aristokraten. Dividenden-Aristokraten sind Aktien, die seit 25 Jahren jährlich ihre Dividende erhöht haben.

Pro und Contra für die Fresenius Aktie

Wie bereits erwähnt ist Fresenius der einzige deutsche Dividenden-Aristokrat, was einem eine gewisse Beruhigung bezüglich der Dividendenfortsetzung gibt. Da die Payout-ratio zwischen 20% und 25% liegt, sollte bei weiter bleibenden Wachstum nichts im Wege stehen. Möglich Zukäufe wie mit Akorn könnten dies unterstützen.
Insgesamt hat Fresenius ein defensives Geschäftsmodell in der Branche Gesundheit, was große Schwankungen beim Umsatz erst mal entgegenwirkt.

Wie CEO Sturm betonte laufe die Produktion und die Produkte werden in der aktuellen Corona Pandemie mehr als je benötigt. In den kommenden Jahren möchte Fresenius im mittleren einstelligen Bereich jährlich wachsen.

Die Fresenius Aktie kaufen oder nicht kaufen?

Die Fresenius Aktie ist eine defensive Aktie im Gesundheitsbereich. Das Unternehmen ist liquide, hat eine lange Dividendengeschichte und will diese auch fortsetzen. Mit dem Ausschüttungsverhältnis von ca. 25% und dem Ziel die nächsten Jahre zu wachsen, steht dem eigentlich nichts im Wegen - vorausgesetzt es kommt nichts dazwischen. Die Schulden befinden sich auf einem moderaten Niveau.

Von seinem Corona-Tief bei knapp unter 27 Euro hat sich die Aktie bereits 44% auf 39 Euro erholt - WOW. Schade, dass ich Fresenius nicht früher auf meine Watchlist gesetzt habe.

Die Chance ist da, dass es nochmal einen Kursrutsch gibt, wenn sich heraus stellt, wie viel Schaden die Quarantäne für Deutschland und für die Welt bedeutet und wenn langsam die Anzahl der Insolvenzen absehbar werden. Unter 35 Euro sehe ich die Fresenius Aktie als sehr günstig an.

Das hier betrachtete Unternehmen kurz zusammengefasst (April 2020):

  • Unternehmen: Fresenius
  • WKN / ISIN: 578560 / DE0005785604
  • KGV: Mitte April 2020: 12;  2019: 15
  • Ausschüttung Gesamtjahr: 0,84 €
  • Dividenden-Rendite: 2,15% (Kurs beim Schreiben des Artikels: 39,0 €)


Ich wünsche euch und euren Familien viel Gesundheit und nicht panische bewusst begründete Entscheidungsfindungen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Corona-Virus gemacht? Wie geht ihr in dieser Krise jetzt weiter vor? Habt ihr bereits Aktien gekauft oder wartet ihr noch?

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