Solaranlage auf das eigene Dach. Lohnt sich das noch?

08/14/2019

Lohnt sich für Sie noch ein Einstieg in eine Photovoltaikanlage auf dem Dach?

Der Zuschuss vom Staat ist schrittweise zurück gegangen. Die Strompreise kennen weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Allerdings sind Solarzellen günstiger geworden. Lohnt sich also noch ein Einstieg für Sie?

Begrifferklärung

Arten von Solaranlagen für das eigene Dach

Es gibt zwei Arten von Solarstrom. Bei der einen nutzt man die Hitze der Sonne, um Wasser zu erhitzen. Diese wird als Solaranlage bezeichnet. Bei der anderen Methode nutzt man die Energie der Sonne um elektrischen Strom zu erzeugen. Diese wird als Photovoltaikanlage bezeichnet.

Bei der Solaranlage reicht es im Grunde einen schwarzen Schlauch auf das das zu montieren. Das kalte Wasser schicken Sie hindurch und wird durch die Sonne erhitzt. Auf der anderen Seite kommt das warme erhitzte Wasser heraus. Da ein Schlauch auf dem Dach nicht besonders gut aussieht, verwenden die meisten sogenannte Solarpanelen, die wie die bekannten Photovoltaikpanelen aussehen (siehe unteres Bild). Zusätzlich kann noch ein Wassertank zum Speichern des erhitzten Wassers integriert werden.

Eine von Staub bedeckte Solaranlage.
Eine von Staub bedeckte Solaranlage.

Bei der Photovoltaikanlage gibt es verschiedene Materialien. Die gängigste ist die Polykristalline-Siliziumzelle, die mit anderen Materialien dotiert ist, sprich angereichert ist, um die Effizienz zu steigern. Trifft nun Licht auf die Photovoltaikzelle, werden Elektronen auf ein höheres Energieniveau gebracht, von der die Elektronen auf einer Seite abtransportiert werden können und als elektrischen Strom genutzt werden können.

Eine Photovoltaikanlage.
Eine Photovoltaikanlage.

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage für Sie als Privatperson noch?

Eine Photovoltaikanlage kann sich noch für Sie lohnen, allerdings anders als früher.

Der Zuschuss vom Staat ist schrittweise zurück gegangen und wird voraussichtlich 2020 oder spätestens 2021 komplett auslaufen, sobald die Gesamtmenge an 52 Gigawatt erreicht sind. Darauf können sie also nur noch bauen, wenn Sie mit Ihrer neuen Photovoltaikanlage nicht zu lange warten. 
Das Stichwort heisst: Eigenverbrauch. Je mehr Sie von Ihrem selbst erzeugten Strom selbst verbrauchen, umso höher ist Ihr Gewinn. Weitere Details finden Sie weiter unten.

Folgende Punkte sind zur Anlage in eine Photovoltaikanlage auf das eigene Dach zu beachten:

  • Bis zu 10 kW wird für private Haushalte werden empfohlen. Bei einer Fläche von 35 m2 ist mit einer Leistung von ca. 3,5 kW zu rechnen. Dies reicht in etwa für eine vierköpfige Familie aus, die einen Jahresbedarf von ca. 4000 kWh hat. (Um Ihnen eine gewisse Richtung vorzugeben).
  • Vorher können Sie eine KfW-Finanzierung beantragen. Diese vergibt günstige Konditionen. Beim Schreiben dieses Artikels war der aktuelle effektive Jahreszins 1,03%.
    Hier geht es zur offiziellen Website der kfw: Link.
  • Sie werden Strom für ca. 10 Cent pro kWh erzeugen. Der Zukauf von Strom kostet Sie aber ca. 29 Cent pro kWh. Daher gewinnen Sie hauptsächlich, wenn Sie den Strom, den Sie erzeugen selbst nutzen. Stichwort: Eigenverbrauch .
  • Den Rest können Sie ins Netz für ca. 12 Cent pro kWh einspeisen bzw. verkaufen.
  • Eine Photovoltaikanlage ist als Steuersparmodell nutzbar. Ziehen Sie hierbei einen Steuerberater hinzu.
  • Private Haushalte müssen kein Gewerbe anmelden, auch wenn Sie mit der Photovoltaik-Anlage Gewinne erzielen.
  • Eine Anmeldung bei Ihrem lokalen Netzwerkbetreiber ist Pflicht.
  • Per Internet einfach bei der der Bundesnetzagentur anmelden.
  • Melden Sie Ihre Anlage bei der Gebäudeversicherung an. Das kostet Sie nicht mehr Geld.
  • Es gibt spezielle Solar-Versicherungen. Diese lohnen sich allerdings meist bei einer Anlage bis 10 kW nicht.
  • Als ungefähre Richtung: Die jährliche Einspeisevergütung (ca. 12 Cent) bei einer Stromproduktion von 3600 kWh pro Jahr und 70% Einspeisung beträgt ca. 300 €.
  • Versuchen Sie den Eigenverbrauch so hoch wie möglich zu halten, beispielsweise durch:
  • *Zu Tageszeiten Wäsche waschen und andere Elektrogeräte nutzen. Hierbei kann eine Zeitschaltuhr helfen. 10% bis 40% können so eigenverbraucht werden.
  • *Nutzung eines Energiespeichers / Stromspeicher. Die Preise der Stromspeicher fallen derzeit und werden es auch weiterhin voraussichtlich tun. Allerdings sind diese immer noch recht teuer und Sie werden dafür einen vierstelligen Betrag bezahlen müssen. Mit einem Speicher können Sie voraussichtlich Ihren Eigenverbrauch auf ca. 70% erhöhen.

Weitere Vorteile einer Photovoltaikanlage:

  • Solarstrom ist fast CO2-frei.
  • Alternative Geldanlage.
  • Erzeugung des eigenen Stromes: Unabhängigkeit und ein gutes Gefühl.
  • Größere Unabhängigkeit von Strompreiserhöhungen.
  • Kostengünstigerer Strom vor allem für Elektro-Fahrräder und Elektro-Autos. Vor allem wenn Sie ein Elektro-Auto verwenden, kann sich eine Photovoltaikanlage schneller rentieren.

Alternative Geldanlagen mit Photovoltaikanlagen

Wenn Sie nicht über ein eigenes Dach verfügen, gibt es auch andere Methoden Ihr Geld in Solaranlagen zu investieren:

  • P2P-Kredite wie z.B. Bondora. Dort können Sie Privatpersonen Geld leihen, die Ihr Geld benötigen. Wenn Sie direkt in Photovoltaikanlagen investieren wollen, müssen Sie sich dort aber jedes einzelne Projekt durchlesen.
  • www.ecrowdinvest.com. Eine crowdinvesting Plattform für eine bessere und saubere Welt.
  • Bekannte und Verwandte fragen, die ein Dach besitzen.
  • Direktinvestments in laufende Solaranlagen (Link). Hier ist die Einstiegshürde auch finanziell hoch und die Pflege und Wartung der Solaranlagen liegt in Ihrer Verantwortung.

Was denken Sie über ein Investment in eine Solaranlage?

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